C-PRINT
Das C steht für Chromogenic Colour Coupler. Dieses Farbdruckverfahren ist in der professionellen Labortechnik das gebräuchlichste. Es stammt vom Kodak Ektakolor Papier Typ C, das den Markt für viele Jahre beherrschte. Farbempfindliche Emulsionsschichten im Papier, reagieren entsprechend der Farbinformationen des Negativs oder der digitalen Datei. Während des chemischen Verarbeitungsprozesses bleiben nur die sich in der Schicht gebildeten, „gekuppelten“ Farbstoffe übrig, so dass mehrere Farbtonschichten entstehen, die wie ein ganzfarbiges Bild erscheinen. Die Haltbarkeit von C-Prints wird von Herstellern und Experten auf ca. 70 Jahre geschätzt.
Unsere C-Prints werden mit dem Lambda Laserbelichter oder dem OCE Light Jet gefertigt.
GICLÉE PIGMENT DRUCK
Der Glicée Pigment Druck ist besonders für farb- und detailreiche Bilder geeignet und findet bei uns ausschließlich bei Arbeiten der 99 Edition Anwendung. Seine sehr hohe Auflösung führt zu einer extremen Detailgenauigkeit und einem hohen Nuancenreichtum, Kontrast und Sättigungsgrad der Farbe. Aufgrund der speziell pigmentierten Tinten können sehr viel mehr Farbabstufungen wiedergegeben werden als bei herkömmlichen Druckverfahren. Die Haltbarkeit der Pigmenttinten ist hervorragend und genügt höchsten konservatorischen Ansprüchen. Giclée Pigment Drucke werden bei uns ausschließlich auf EPSON Druckern gefertigt. Für die Drucke verwenden wir das Papier Baryta Fine Art von Hahnemühle, dass sich aufgrund seiner unempfindlichen Oberfläche auch für ungeschützte Prints eignet. Die Oberflächenstruktur (matt oder glänzend) bestimmt der Künstler.
DYE TRANSFER PRINT
Das Dye Transfer Verfahren ist ein subtraktiver Farbdruckprozess für die Produktion von herausragenden Farbfotografien. Der alte und sehr seltene Farbdruckprozess ist bekannt für seine Einmaligkeit wegen extremer Beständigkeit, brillantester Farben und unglaublich satten, tiefen Schwärzen.

Geschichte
Generationen von Fotografen haben bereits mit diesem Prinzip des Farbdrucks gearbeitet, welches unter verschiedenen Namen bekannt war und dessen Vorläufer bis in das Jahr 1875 zurückreichen. Das komplexe, analogen Druckverfahren erlaubt viele Steuerungsmöglichkeiten, die Dye Transfer zu dem feinsten Farbdruckverfahren überhaupt machen.
Im Zuge der Entwicklung zur digitalen Fotografie wurde 1992 die Produktion der ursprünglichen Dye Transfer Materialien beendet. Weltweit mussten viele Labore schließen – das wichtigste Arbeitsfeld des Dye Transfer Prozesses waren von nun an künstlerischen Produktionen. Neue Drucke konnten nur aus alten Lagerbeständen hergestellt werden.
Ab 1994 gab es private Bestrebungen neue Materialien herzustellen und das alte Verfahren mit neuen digitalen Möglichkeiten zu Kombinieren, um diesen einzigartigen Prozess lebendig zu halten. Um die Jahrtausendewende wurden dann wichtige Innovationen für den Prozess entwickelt und neue, zeitgemässe Materialien hergestellt, die in einem digitalen high-end Workflow eingebettet sind. Nach vielen Jahren Forschung wird nun die unvergleichliche Schönheit des analogen Dye Transfer Drucks durch die vielfältigen Optionen der digitalen Bildbearbeitung unterstützt und ist somit für die Zukunft gesichert.

Druckverfahren
Im heutigen Verfahren werden zunächst drei Auszugsnegative eines Farbnegativs oder farbigen Diapositivs hergestellt, die wiederum auf einen so genannten Pan-Matrix-Film umkopiert werden. Diese Auszüge werden direkt auf den Druckfilm, die Matrix, belichtet und die Matrix-Filme anschließend härtend entwickelt, fixiert und in heißem Wasser gewaschen, um die ungehärtete Gelatine der unbelichteten Bildbereiche abzuschmelzen. Die so entstandenen Druckfilme sind Gelatinereliefs bei denen die Dicke der Gelatine dem Grad der Belichtung entspricht. Nach dem Trocknen werden die Matritzen in Farbstofflösungen (Dye`s) der subtraktiven Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb gelegt.
Jeder Matrixfilm saugt nun den Farbstoff im Verhältnis zur Dicke der Gelatine auf. Zum Schluss werden die drei Druckfilme dann nacheinander und passgenau auf einen Barytkarton gewalzt und transferieren so die Farbe von der Matrix in den Karton.
Für weitere Informationen besuchen Sie auch die Webseite www.dyetransfer.de


